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EU verlängert Übergangsfrist für Sepa-Einführung

Die EU-Kommission will die Übergangszeit für die Einführung des einheitlichen Überweisungs- und Lastschriftverfahrens Sepa um ein halbes Jahr verlängern. Andere Verfahren sollten noch bis 1. August akzeptiert werden, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Ursprünglich sollten die 500 Millionen EU-Bürger, die 20 Millionen Unternehmen und die Behörden die Umstellung bis 1. Februar 2014 vollziehen. Offiziell bleibe es beim Auslaufen der Frist vom 1. Februar, heißt es in der Mitteilung. In der Praxis allerdings sollen die bisherigen Überweisungswege noch sechs Monate länger funktionieren.

"Ich bedaure, das tun zu müssen, aber diese Maßnahme ist erforderlich, um mögliche Risiken einer Störung des Zahlungsverkehrs zu verhindern, die besonders für Verbraucher und kleine und mittlere Unternehmen Folgen haben könnten", sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. EU-Parlament und der EU-Rat müssen dem Vorschlag zustimmen. Die Umstellung sei nicht weit genug fortgeschritten, um einen „reibungslosen Übergang“ zu ermöglichen.

Ursprünglich sollten Banken und Sparkassen nur noch bis zum 31. Januar 2014 Zahlungen im bisherigen nationalen Format entgegennehmen dürfen. Danach sollten sie für Überweisungen und Lastschriften nur noch Zahlungsaufträge im einheitlichen Sepa-Format annehmen dürfen. Das Sepa-Format bedeutet unter anderem, dass die internationale Bankkontonummer Iban bei Zahlungsaufträgen innerhalb Deutschlands verwendet werden muss. Die Iban setzt sich aus der bekannten Bankleitzahl und Kontonummer, dem Länderkennzeichen (DE für Deutschland) und einer zweistelligen Prüfzahl zusammen. Bankkunden können ihre Iban zum Beispiel auf ihrer Bankkarte oder ihrem Kontoauszug finden.

Quelle: dpa/dpa-AFX

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